Monatsarchiv für Dezember 2008

Wir spielen das Modell & Künstler Rollenspiel!

Soll ich mich noch tiefer vorbeugen, soooo?“ „Ja gut so, bleib so – ich zoome Dein Poloch an. Dein Arsch ist zum Küssen! Jaaa, Baby strecke mir Deine Knackbacken entgegen! Da beschlägt sofort meine Linse und mein Schläger schlägt aus.“ „Und pass auf, wenn ich so mache, dann löse ich den Blitz in Deiner Kamera und in Deiner Hose aus! Ich will Deine einzige Musen-Möse sein. Was macht Dein Auslöser?“ 

In allen Jahrhunderten wurden Künstler von ihren Mitmenschen inspiriert: Rembrandt malte seine Saskia, Dahli küsste Amanda Lea und Helmut Newton verehrte seine nordischen Schönheiten. Das Verhältnis zwischen Muse und Künstler ist eng, vertraut, offen, intim und immer anders. Da sich jeder von uns in solch eine anregende Beziehung hineinversetzen kann, ist dieses Rollenspiel sehr einfach nachzumachen. 

Die Rolle des Modells ist sehr vielseitig. Sie eignet sich einerseits hervorragend, um in einen total anderen Charakter hineinzuschlüpfen: Man kann schöner sein, mutiger und extrovertierter. Man steht plötzlich allein im Mittelpunkt. Das beispielsweise nur für das Modell gesetzte Scheinwerferlicht lässt einen im hellen Glanz erstrahlen. Man kann erotisch posieren und sich und seinen Körper präsentieren. Seinen Exhibitionismus ausleben. Man kann mit der Kamera und dem Künstler spielen und versuchen, ihn mit all seinen Reizen zu verführen.
Doch man kann anderseits auch auf schüchtern machen. Es ist vielleicht das erste Zusammentreffen und es ist noch total unklar, was alles gleich beim aufregenden Foto-Shooting passieren wird. 

Der Künstler kann ebenfalls ganz verschiedene Eigenschaften annehmen. Ist er ein verhuschter Maler, der in abstrakten und vergeistigten Welten lebt. Ein dominanter Sex-Fotograf, der durch sein billiges Porno-Modell dummgeil wird. Oder himmelt der Künstler seine Muse nur leidend an, da sie einen anderen liebt und gar nicht bemerkt wie er sehr sie verehrt und braucht. 

Weitere mögliche Rollenverteilungen: 

  • Rembrandt und Saskia in einer kerzenbeschienenen mittelalterlicher Kammer 
  • Dominanter Macho-Fotograf und zickiger Mowie-Star mit Allüren 
  • Schüchterne Hobbyfotografin und unsicheres Amateur-Modell
  • Hässliche Foto-Reporterin und eingebildeter Bodybuilder vor der “Mr. Universum-Wahl”
  • Reicher Expressionistischer Maler mit großem Pinsel und der junge arme Straßenjunge
Es besteht bei vielen eine leichte Abneigung, solche Rollenspiel auszuprobieren, weil sie als kindisch angesehen werden. Man hat so was Experimentelles doch eigentlich gar nicht nötig, denn der normale Sex reicht. Aber man nimmt sich so eine Möglichkeit, den Sex noch schöner zu machen.

Ich weiß, nicht jeder ist als Sex-Schauspieler geboren. Darum sollte man sich zuerst Rollen aussuchen, die zu einem passen – ohne viel Schnick-Schnack und Utensilien. 

Gerade für Anfänger eignet sich das Rollenspiel „Modell und Künstler“ sehr. Und so ganz nebenbei können schöne Fotos oder Zeichnungen für das gemeinsame Schlafzimmer entstehen … 

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admin am 28. Dezember 2008 in Intime Geständnisse